Hüte dich vor Falschen Freunden: Von den Tücken des Rückens

„Back Shop“, „Back Factory“, „Back Family“: Wahnsinn, was so ein Rücken alles kann.

So kann man ihn (also den Rücken) in einem Geschäft (Shop) kaufen. Man kann ihn auch in einer Fabrik (Factory) herstellen. Und, er hat sogar tatsächlich eine Familie (Family).

Kaum zu glauben, wie vielseitig so ein Rücken doch sein kann.

Scherz beiseite, bei allen diesen Bezeichnungen ist natürlich wieder einmal „Marketing Denglisch“ zu Gange.

Hier wird das deutsche Wort „Back“ mit verschiedenen englischen Begriffen gekoppelt, die allesamt mehr oder weniger sinn frei in ihrer tatsächlichen Bedeutung sind.

Obwohl sie alltäglich im deutschen Sprachgebrauch vorkommen, sind alle diese Begriffe für englischsprachige Menschen unverständlich. Denn, es handelt sich hier um rein deutsche Wortkreationen, die es im Englischen so gar nicht gibt, nämlich so genannte Schein- oder Pseudoanglizismen.

Peinlich, wenn man sich dessen nicht bewusst ist und ganz unbedarft „Back Shop“ oder „Back Factory“ in seinen englischen Wortschatz integriert.

Also, bitte, auf keinen Fall im Kollegenkreis eine Frage in Richtung „I’m going to the back shop, do you want anything?“ stellen.

Denn, „Back“ hat nur auf Deutsch etwas mit „Backen“ zu tun, im Englischen ist „back“ der Rücken und nicht die Bäckerei. Die ist nämlich nach wie vor die „bakery“ oder möglicherweise auch „bake shop“, oder nostalgisch, „bake shoppe“.

2018-05-09T12:12:20+00:00