Was bin ich? Kuriose englische Berufsbezeichnungen: Stil ist alles

Die Bezeichnung „Stylist“ wird meistens mit Mode, Stil und gutem Aussehen assoziiert.

Aber auch Lebensmittel teilen das Bedürfnis nach gutem Aussehen mit Haute Couture. Dafür ist dann der „Food (Lebensmittel) Stylist (Designer, Stilist)“ zuständig. Seine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass auch Lebensmittel sich wohl in ihrer Haut fühlen. Hinter dieser exotisch anmutenden Bezeichnung, verbirgt sich nämlich ein Fotograf, der Lebensmittel für Werbezwecke fotografiert.

Der „Food Stylist“ ist dafür verantwortlich, dass die Bananen auf Plakaten immer schön gelb sind und keine Flecken aufweisen. Dass der Apfel im Prospekt richtig knackig erscheint und zum Reinbeißen einlädt. Und dass die diversen, in der Werbung dargestellten Speisen, häufig wenig Ähnlichkeit mit dem haben, was uns Verbrauchern letztendlich kredenzt wird.

Seien wir mal ehrlich, wie ähnlich sieht der, im Pappkarton appetitlich servierte Hamburger seinem Foto auf der Werbetafel?

Auch die Position des „Education (Bildung) Centre (Zentrum) Nourishment (Ernährung) Production (Produktion) Assistant (Assistenten)“ ist häufig von einer gewissen Abhängigkeit von „Food Stylists“ gekennzeichnet. Denn auch das Kantinenessen wird häufig bildlich, d.h. auf Fotos, dargestellt.

Der „Education Centre Nourishment Production Assistant“ ist nämlich ein Kantinenangestellter. Und zwar in einer Schule (Education Centre).

Würde sich die Kantine in einem „Law Enforcement Center“ befinden, dann wäre sie in einer Polizeidienststelle, einem Gerichtsgebäude oder einer Kombination aus beidem.

Befindet sich die Kantine in einem „Medical Center“, dann würde dort wahrscheinlich „Krankenhausfraß“ serviert werden und der „Food Stylist“ hätte alle Hände voll zu tun.

Guten Appetit!

2018-06-13T11:22:39+00:00