Tierischer Ernst im Business: Deutsche Tiere

Eine der Tücken von idiomatischen Redewendungen ist das nicht-Übersetzbare. Idiomatische Redewendungen lassen sich äußerst selten übersetzen, haben aber oft ein Pendant in einer anderen Sprache.

So bringt im Deutschen der Tropfen das Fass zum Überlaufen, im Englischen ist es der Strohhalm, der den Rücken des Kamels bricht (the straw that breaks the camel’s back).

Die Idiomatik einer Fremdsprache zu beherrschen, gilt als die Kür im Sprachen lernen. Diese Kompetenz gehört zu den größten Herausforderungen in jedem Fremdsprachenunterricht.

Wie geht man mit diesen sprachlichen Herausforderungen um? Hier handelt es sich wahrlich um Englisch für Fortgeschrittene, denn eine Erklärung der Redewendung ist tatsächlich die einzige, gute Lösung. Dafür ist eine hohe, englische Sprachkompetenz erforderlich.

Heute schauen wir uns einige deutsche Redewendungen, für die es kein wirkliches, englisches Pendant gibt, genauer an und besprechen mögliche Erklärungen.

Dieses Projekt war für die Katz.

• This project was a waste of time.
• You wasted the time that you worked on this project.

Wir sind von einer Heuschrecke übernommen worden.

• We’ve been taken over by a private equity investor.

Genau da liegt der Hund begraben.

• Exactly this is the problem (finding a solution to a problem).

Aufgepasst: „She knows where all the bodies are buried“ ist kein Pendant zum begrabenen Hund. Dieses Idiom bedeutet, dass sie alle (unliebsamen) Geheimnisse (z. B. des Unternehmens) kennt, nicht, dass sie eine Lösung des Problems gefunden hat.

Damit haben sie ihren Kunden einen Bärendienst erwiesen.

• They’ve not done their customers any favors with this.
• They’ve done their customers a real disservice with this.

Deswegen schwebt auch der Pleitegeier über ihnen.

• That’s why they’re in financial difficulties.
• That’s why they’re facing bankruptcy.

Die schaffen das, allen Unkenrufen zum Trotz.

• They’ll make it, despite all the doomsayers.