„Mental Load“: Die seelische Last

Spätestens seit die französische Illustratorin Emma 2017 einen Comicroman über das Thema veröffentlichte, ist der Begriff „Mental Load“ auch im Deutschen angekommen. Emma formuliert das in etwa so: „Von Männern wird erwartet, dass sie helfen, sagte sie; von Frauen wird erwartet, dass sie sich an … alles erinnern“.

Laut der „Welt“ ist „der Unterschied zu Burnout, vereinfacht formuliert, das Geschlecht. Frauen haben „Mental Load“… „.

Der wahrscheinliche Ursprung des Begriffs findet sich in dem Essay „Still just writing“ von Anne Tyler aus den 70er Jahren. Auch greift „Mental Load“ Teile der „Cognitive Load Theory“ auf. „Mental Load“ beschreibt die unsichtbaren, nicht greifbaren Aufgaben, die mit der Haushaltsführung verbunden und oft nicht als der Rede wert erachtet sind.

„Mental Load“ bezieht sich zwar weitestgehend als die Verantwortung für den Gesamtprozess, beinhaltet jedoch auch konkrete Aufgaben. Daten zeigen, dass mehr als zwei Drittel der Frauen mit „Mental Load“ zu kämpfen haben; mehr als die Hälfte sagt, dass dies im Beruf für Burnout sorgt (MFI, Dezember 2017).

„Mental Load“ ist deutlich mehr als ein eingedeutschter, englischer Begriff. Vielmehr bezeichnet er ein enormes gesellschaftliches Problem, das durch die Corona Pandemie noch verschärft wurde. Denn, die Aufgabe, den Corona-Alltag zu managen ist weitestgehend auf die Schultern von Frauen gefallen. Nicht nur hat die Pandemie dafür gesorgt, dass viele Frauen ihren Beruf ganz oder teilweise auf Eis legen mussten. Die Fürsorgelast wurde größer. Arbeit im Homeoffice, Homeschooling, Ersatz der ausgefallenen Kita- bzw. Schulessen – all dies muss bewältigt werden. Meistens von Frauen!

Quellen: brighthorizons, BR, Welt

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„Mental Load“

French illustrator Emma published her graphic novel on the subject in 2017. Since then, at the latest, the term „mental load“ has made its way into the German language as well. Emma puts it roughly like this: „Men are expected to help, she said; women are expected to remember …. everything.“

According to the „Welt,“ „the difference to burnout, in simplified terms, is gender. Women experience „mental load … „.

The probable origin of the term can be found in the 70s essay „Still just writing“ by Anne Tyler. Mental Load“ also incorporates parts of the „Cognitive Load Theory“. „Mental Load“ describes the invisible, intangible tasks associated with household management that are often not considered to be worth even talking about.
“ Although „Mental Load“ is widely referred to as being responsible for the overall process, it also includes tangible tasks. Data shows that more than two-thirds of women struggle with „mental load“; more than half say it causes burnout at work (MFI, December 2017).

„Mental load“ is clearly more than a Germanized, English term. Instead, it describes a huge societal problem that has been exacerbated by the Corona Pandemic. After all, the task of managing everyday life under Corona has largely fallen on the shoulders of women. Not only did the pandemic cause many women to put some or all of their careers on hold. The care burden has increased. Working from home, homeschooling, compensating for lost daycare or school lunches – all of this has to be managed. In most cases, by women!

Sources: brighthorizons, BR, Welt