Lernen 2.0: Wie die Digitalisierung das Lernen verändert

Die Digitalisierung verändert die Menschen, und dadurch auch wie wir Menschen lernen. Unser Leben hat sich enorm beschleunigt, und damit auch unsere Erwartungen gegenüber dem Prozess des Lernens. Das hat zur Folge, dass wir neue, effektivere Lern- und Lehrmethoden brauchen und anwenden müssen. Zu diesen Änderungen bietet die Forschung hilfreiche und faszinierende Einsichten.

In diesem Blog schauen wir uns diese aktuellen Entwicklungen genauer an.

Grammatik ist der „Feind“

Menschen fanden Grammatik- und Vokabelpauken schon immer dröge. Für viele Menschen war diese Art des Lernens sogar eine der Geiseln ihrer Schulzeit. Was diese Sache noch schlimmer macht: es war eine mehr oder nutzlose Aktivität. Denn, unser Gehirn lernt Sprache definitiv nicht indem wir deutsche Wörter ins Englische übersetzen (Tisch/table), oder irgendwelche Grammatikregeln auswendig lernen.

Unser Gehirn, Sprachenlernen und die Vergessenskurve

Wir lernen vieles, auch Sprache, durch praktische Anwendung. Im Fall von Sprache ist diese Praxis das Sprechen. Unser Gehirn kann Sprache gar nicht anders lernen. Wenn man sich anschaut, wie Kinder das Sprechen lernen, wird dies auch klar. Kinder ahmen nach, machen Fehler, so verinnerlicht sich Sprache in deren Gehirn. Offensichtlich fällt Erwachsenen das Sprachenlernen nicht mehr so leicht wie dies bei den Kindern funktioniert, das liegt an der Biologie, aber die „Grundprogrammierung“ unseres Gehirns ändert sich diesbezüglich nicht.

Die Forschung ist da eindeutig, Erfolg im Sprachenlernen ist eine Sache der Anwendung, möglichst einsprachig, in der Zielsprache. Wir können so viel „pauken“ wie wir wollen, die Vergessenskurve holt uns immer ein, wenn wir das Gelernte nicht schnellstens (innerhalb von 6 Tagen) praktisch anwenden, dann vergessen wir c.a. 75% unseres neu errungenen Wissens.

Die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches

Unsere Aufmerksamkeitsspanne ist nicht mehr was sie einmal war. Dabei spielt sicherlich die Digitalisierung eine Rolle, denn Microsoft stellte bereits 2015 in der kontroversen „Goldfish Studie“ fest, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne seit dem Jahr 2000 (also etwa seit Beginn der mobilen Revolution) bis Mai 2015 von 12 Sekunden auf acht Sekunden gesunken war.

Die globale Corona Pandemie hat dieser Sache noch einmal einen Schub gegeben. Waren wir Ende 2019 noch bereit 4 Minuten in ein Video, z.B. auf YouTube zu investieren, schrumpfte diese Zeit um 50% bis Ende 2020 – da war unsere Zeitinvestition nämlich nur noch 2 Minuten (Quelle: App Annie).

Micro Content / Mikro Inhalte

Die digitale Antwort auf diese Veränderung nennt sich „Mikro Inhalte“. Dabei handelt es sich um Texte, Bilder und/oder Videos, die in 10-30 Sekunden oder weniger konsumiert werden können. Dieses Konzept wurde in eine Lernmethode weiterentwickelt bei der in „Häppchen“ gelernt wird. In personalisierten, mundgerechten, kompetenzbasierten Inhalten mit einer Dauer von c.a. 3-10 Minuten.

Microlearning

Microlearning ist zielgenau, effizient und nachhaltig. Kurze Lernvorgänge entsprechen der Kapazität des Arbeitsgedächtnisses und der Aufmerksamkeitsspanne des Menschen. Weil es so präzise ist, führt Microlearning zu c.a. 50 % mehr Lernbereitschaft und 20-25 % höherer Wissensspeicherung.

Verknüpft man Microlearning mit KI auf einer modernen, technisch hochentwickelten Lernplattform wie der von EnM-24/7, so kann eine signifikante Verbesserung von Lernerlebnis und Lernergebnis erzielt werden. Kombiniert man dies mit Blended Learning, können, z.B. im Vergleich zu klassischen Sprachlern-Methoden, bis zu 70% schnellere Lernfortschritte erreicht werden.

Blended Learning

Ein ideales, digitales Lernumfeld verwendet Software für das, was Technik am besten kann, und Menschen für das, was der Mensch am besten kann. Hier kommt Blended Learning ins Spiel. Blended Learning ist die Kombination aus Live-Training und digitalem Lernen. Die Verknüpfung von Mensch mit Digitalisierung.

Die 2-9-1-6 Formel

2: Die meisten Menschen schauen sich kein Video an, das länger als 2 Minuten dauert.
9: Menschen überprüfen ihre Handys bis zu 9 Mal pro Stunde.
1: Menschen meinen, dass sie maximal 1% einer Arbeitswoche in Weiterbildung investieren können.
6: Bis zu 75% neuen Wissens wird binnen 6 Tagen vergessen, wenn es nicht angewendet wird.

Die Schlussfolgerung für das Sprachenlernen

2: Kurze, passgenaue Inhalte: Das ist Microlearning.
9: Zugang zu der Lernplattform mit jedem Endgerät, von überall, jederzeit: Das kann eine gute App.
1: KI-gesteuertes Lernen, wirklichkeitsnah, tagesaktuell, sofort praktisch einsetzbar. Am Besten mit Upskilling verknüpft. Wichtig: mit einer Blended Learning Komponente.
6: Ohne gut ausgebildete Lehrkräfte und ein strukturiertes, kommunikatives Training funktioniert das Sprachenlernen nicht. Nicht sprechen führt zum Sieg der Vergessenskurve.

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