Hüte dich vor Falschen Freunden: Where The Streets Have No Name

Alleen sind schön. Idyllisch. Von Bäumen gesäumt, am besten noch, wenn oben ein grünes Dach aus Baumkronen die Straße beschattet. Wer möchte da nicht entlangfahren?

Aber Vorsicht! Was schaut denn da hinter diesen, so harmonisch wirkenden, Bäumen hervor? Ein falscher Freund, der ganz besonderen Art. Einer, der mit Idylle und schattenspendenden Bäumen nichts zu tun hat. Der gerne in die Irre, sogar in die Gefahr führen kann.

There are many different types of streets in English. And they all have different names! Also wieder einmal Fachkonversation!

There are roads. There are boulevards. There are lanes. There are drives. There are avenues. And, there are alleys!

Und da haben wir ihn! Den Falschen Freund.

The alley. Das schmale Gässchen. Winklig und meistens dunkel. Häufig schmutzig. Oft gefährlich. Und ganz weit entfernt von der schattigen, mit Bäumen gesäumten Allee.

Das englische Wort für die lauschige, von Bäumen umgebene Straße ist nicht „alley“, sondern „avenue“. Aber auch hier lauert Verwirrung.

„Avenue“ mit der Bedeutung „Allee“ findet sich primär im Britischen Englisch. Im Amerikanischen Englisch dagegen ist die „avenue“ eher eine städtische Straße z. B. Fifth Avenue in New York.

Der Hintergrund ist fachspezifisches Englisch: Viele nordamerikanische Städte sind auf dem sogenannten „grid system“ aufgebaut. In diesem System sind die Straßen rechtwinklig angeordnet und nummeriert. Dabei verlaufen die „streets“ von Norden nach Süden und die „avenues“ von Osten nach Westen. So ergibt sich ein einfach zu verstehendes, nummeriertes Straßensystem. Allerdings findet sich in diesem System keine lauschige Allee.

Aus diesem Grund findet man oft die Beschreibung „tree lined avenue“, welche die von Bäumen gesäumte Straße verdeutlicht.

Und zum Shoppen? Na, dann ab in die Fifth Avenue!