Englisch nach Maß Christmas Quiz: Rennen um Platz 1: „Stille Nacht, Heilige Nacht“ oder „Last Christmas“

Was ist das beliebteste Weihnachtslied der Deutschen?

Last Christmas von „Wham“ oder Stille Nacht!

Nach wie vor ist „Stille Nacht“ mit Abstand das beliebteste Weihnachtslied der Deutschen („37 %, gefolgt von „Last Christmas“ mit 28 %. Mehrfachantworten waren möglich“. Quelle: Statista).

Was für ein Kontrast! Zwei „Notlösungen“ konkurrieren miteinander um den ersten Platz. Eine weihnachtlich besinnlich aus dem Jahr 1818, die andere ein Popsong über Liebeskummer von 1984.

Das „Stille Nacht“ eine „Notlösung“ war, ist weitgehend bekannt, aber „Last Christmas“?

Die Geschichte von „Stille Nacht“ begann wegen einer kaputten Orgel. Besagte Orgel befand sich in der Kirche in Oberndorf bei Salzburg, einer armen Gemeinde. Es war kein Geld vorhanden um die Orgel zu reparieren und Weihnachten stand vor der Tür. Es wurde also dringend eine musikalische Lösung für die Weihnachtsmesse gebraucht.

Bereits zwei Jahre vorher, im Jahre 1816, hatte der Hilfspriester Josef Mohr ein Gedicht mit dem Titel „Stille Nacht, Heilige Nacht“ verfasst. Josef Mohr stellte sich ein „Schlaflied“ für das Christkind vor. Eine zarte, liebevolle Melodie. Diese komponierte der Schullehrer und stellvertretende Kirchenorganist Franz Xaver Gruber im Schnellverfahren. The rest is history…

Die Uraufführung des Liedes fand am 24. Dezember 1818 während der Christmette statt. Mohr sang Tenor und spielte Gitarre, Gruber sang Bass. Das Lied fand „allgemeinen Beifall“ bei der Oberndorfer Bevölkerung und verbreitete sich in Windeseile über den Globus.

Bereits im Jahre 1859, nur 40 Jahre später, übersetzte der Pastor der berühmten Trinity Church in New York City, John Freeman Young, den Text ins Englische. Damit öffnete sich die Tür zur Globalisierung des Liedes. Es wurde in kürzester Zeit weltweit gesungen. Wenn man bedenkt, wie beschränkt die damals vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten waren, ist das eine unglaubliche Geschwindigkeit, die selbstredend für die Einzigartigkeit des Liedes spricht.

Josef Mohr erlebte nie, wie berühmt und beliebt sein Lied wurde. Er starb als armer Landpriester am 04. Dezember 1848.

Die Story von „Last Christmas“ gestaltet sich ganz anders, nämlich rein kommerziell.

Im Gegensatz zu „Stille Nacht“, das sich intensiv mit der Weihnachtsgeschichte und der Geburt Jesu befasst, handelt es sich bei „Last Christmas“ um ein Lied über Herzschmerz und Liebeskummer.

Außer im Titel des Songs und in den schier unendlich anmutenden Wiederholungen im Refrain (dieser wiederholt sich ganze sechseinhalb Mal und wird jeweils auch noch doppelt gesungen) ist „Christmas“ überhaupt nicht Thema. Keine Glocken. Kein Tannenbaum. Kein Schnee. Keine Geschenke. Und schon gar kein Jesuskind.

Vielmehr geht es im Song darum, dass sich der Sänger letztes Weihnachten unglücklich verliebte, sein Herzchen gebrochen wurde und er diesen Fehler dieses Weihnachten nicht wiederholen möchte. Dieses Weihnachten will er sich glücklich verlieben! Es lebe die Singlebörse! Wirklich ein sehr weihnachtliches Lied.

Kritikern zufolge „erinnert die Musik insgesamt an die einer Spieldose, die man immer wieder neu aufziehen kann“ (FAZ).

„Last Christmas“ wurde angeblich von George Michael in einer halben Stunde niedergeschrieben, um schnell noch einen Song für Weihnachten zu kreieren. Sich hartnäckig haltenden Gerüchten zu Folge, soll das Lied sogar ursprünglich „Last Easter“ geheißen haben und einfach für Weihnachten um getextet worden sein. Ob das stimmt ist ein Geheimnis, das George Michael mit ins Grab genommen hat.

Die Melodie von „Last Christmas“ soll außerdem plagiiert worden sein. Und zwar von Barry Manilows Song „Can’t Smile Without You“. Dadurch wurde „Last Christmas“ sogar, wenn auch unfreiwillig, Unterstützer der Äthiopienhilfe des Band-Aid-Projekts von Bob Geldorf. „Alle Einnahmen für „Last Christmas“ im ersten Jahr nach der Veröffentlichung gingen an das Band-Aid-Projekt. Der Grund hierfür war eine außergerichtliche Einigung zwischen Wham! und Manilow (t-online). “

Diesen Verlust hat George Michael dennoch sicher gut verschmerzen können. Denn das Lied bringt jährlich ca. 10 Millionen Dollar an Tantiemen ein. Seit 1984 also ein äußerst beträchtliches Sümmchen.

So finden sich bei „Last Christmas“ zwar keine lieblich schallenden Glocken, dafür aber reichlich klingende Kassen.

Quellen: FAZ, t-online, huffingtonpost, Wikipedia, Statista

********************

Battle for first place: „Silent Night, Holy Night“ or „Last Christmas

What is the most popular Christmas song among Germans?
Last Christmas by „Wham“ or Silent Night?

„Silent Night“ remains by far the most popular Christmas song among Germans („37%, followed by „Last Christmas“ with 28%. Source: Statista).

What a contradiction! Two „makeshift“ solutions competing for first place. One a contemplative Christmas song from 1818, the other a pop song about heartbreak from 1984.

That „Silent Night“ was a „stopgap“ is common knowledge, but „Last Christmas“?

The story of „Silent Night“ began as a result of a defective organ. Said organ was located in the church in Oberndorf near Salzburg, an impoverished village. There was no money to repair the organ and Christmas was just around the corner. So a musical solution for Christmas mass was desperately needed.

Two years earlier, in 1816, Josef Mohr, an assistant priest, had already written a poem entitled „Silent Night, Holy Night“. Josef Mohr envisioned a „lullaby“ for the Christ Child. A tender, loving melody. This was composed by the school teacher and deputy church organist Franz Xaver Gruber on the fly. The rest is history…

The first performance of the song took place on December 24, 1818, during Christmas mass. Mohr sang tenor and played guitar, Gruber sang bass. The carol found „general acclaim“ among the Oberndorf population and spread across the globe at lightning speed.

As early as 1859, only 40 years later, the pastor of the famous Trinity Church in New York City, John Freeman Young, translated the lyrics into English. This paved the way for worldwide success. In no time, the song was sung all over the world. Considering how limited the communication possibilities were at that time, this is amazing, which of course proves the uniqueness of the carol.

Josef Mohr would never live to see how famous and popular his song became. He died a poor country priest on December 04, 1848.

The story of „Last Christmas“ is quite different, being a purely commercial one.

Unlike „Silent Night“, which deals intensively with the Christmas story and the birth of Jesus, „Last Christmas“ is a song about heartbreak and lovesickness.

Except for the song’s title and the seemingly endless repetitions in the chorus (it repeats a full six and a half times, and is sung twice each time), „Christmas“ is not a topic at all. No bells. No Christmas tree. No snow. No presents. And certainly no baby Jesus.

Instead, the song is about the singer falling in love unhappily the previous Christmas, having his little heart broken, and not wanting to repeat that mistake this Christmas. This Christmas he wants to happily fall in love! Long live the dating site! A very christmassy song indeed.

According to critics, „the music as a whole is reminiscent of a music box that you can rewind over and over again“ (FAZ).

„Last Christmas“ was allegedly jotted down by George Michael in half an hour to quickly create another song for Christmas. According to persistent rumors, the song was originally called „Last Easter“ and was just re-texted for Christmas. The truth of this is a secret that George Michael has taken to his grave.

The melody of „Last Christmas“ is also said to have been plagiarized. Namely from Barry Manilow’s song „Can’t Smile Without You“. As a result, „Last Christmas“ actually became a supporter, albeit involuntarily, of Bob Geldorf’s Band-Aid project’s Ethiopia Relief. „All proceeds for „Last Christmas“ in the first year after its release went to the Band-Aid project. The reason for this was an out-of-court settlement between Wham! and Manilow (t-online). “

George Michael was able to get over this loss nonetheless. After all, the song generates about 10 million dollars in royalties annually. From 1984 onwards, this has been an impressive sum of money.

Thus, „Last Christmas“ may not feature any lovely resounding bells, but instead there are plenty of ringing cash registers.

Sources: FAZ, t-online, huffingtonpost, Wikipedia, Statista