„Lustig, lustig, trallalala. Bald ist Nikolausabend da.“

Heute kommt der Nikolaus, jedenfalls in Deutschland. Und das unterscheidet ihn ganz wesentlich von „Santa Claus“, denn der kommt am Heiligabend.

Häufig werden der Nikolaus und „Santa Claus“ quasi gleichgestellt, jedoch haben sie ganz unterschiedliche Vorgehensweisen und Arbeitsabläufe.

Der Nikolaus kommt in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember und hinterlässt kleine Geschenke in Stiefeln oder Schuhen. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Schuhwerk vor die Tür gestellt und ganz wichtig!!!!! BLANK GEPUTZT ist. Schmutzige Schuhe werden nicht befüllt. Außerdem gilt: Wer nicht das ganze Jahr über brav war, der bekommt nichts.

„Santa Claus“ kommt traditionell in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember und bringt die Weihnachtsgeschenke. Die Lieferung der Geschenke erfolgt durch den Kamin und diese werden von „Santa Claus“ unter den Weihnachtsbaum gelegt. Auch hier wird das „nicht brav sein“ bestraft. Wer unartig war bekommt lediglich einige Kohlestücke (lumps of coal). Danach erfrischt sich der rot gekleidete Mann mit weißem Bart an „milk and cookies“ und verschwindet dann wieder durch den Kamin. Auf dem Dach warten Schlitten samt Rentiere auf ihn, denn er fliegt ja mit ihnen durch die Lüfte.

Im Gegensatz zu „Santa Claus“ gab es den Nikolaus allerdings wirklich. Vor über 1600 Jahren war Nikolaus der Bischof von Myra, einer Hafenstadt am Mittelmeer in der heutigen Türkei. Er soll sehr reich gewesen sein und viel Gutes getan haben. Daraus leitet sich die Geschenkverteilung am 6. Dezember ab, denn Nikolaus von Myra wurde an einem 6. Dezember heiliggesprochen. Woher der Brauch mit den Stiefeln kommt, ist allerdings nicht überliefert.

„Santa Claus“ ist da um einige Jahrhunderte jünger. Das ursprüngliche Bild des rundlichen Mannes mit weißem Rauschebart basiert auf dem 1823 veröffentlichten Gedicht „‚Twas the Night before Christmas“, das nicht nur „St. Nick“ beschreibt, sondern auch die Rentiere, den Schlitten und den Einstieg durch den Kamin.

Und wie sind „Coca-Cola“ und „Santa Claus“ miteinander verbunden? „Santa Claus“ ist zwar keine Erfindung des bekannten Getränkeherstellers, sein modernes Image verdankt der weihnachtliche Geschenkebringer aber tatsächlich dem Hersteller der „braunen Brause“. Der allseits bekannte, rundliche, in Rot gekleidete Mann mit weißem Bart erschien 1931 in einer Serie von Bildern, die als Reklame für „Coca-Cola“ publiziert wurde.

Zu Rudolph dem Rentier kam es dann wenige Jahre später, im Jahre 1939. Damals beauftragte die in Chicago ansässige Kaufhauskette Montgomery Ward ihren Werbetexter Robert L. May mit dem Entwurf eines Kindermalbuches als weihnachtliches Kundengeschenk. Seitdem haben Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitzen einen neuen Anführer, nämlich Rudolph the red nosed reindeer.

Ho Ho Ho!

Quellen: History, MDR, Wikipedia

2017-12-06T09:37:50+00:00